Das muss man ja wohl mal sagen dürfen?!

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Irgendwie verstehe ich dieses geballte mediale Theater um einen unverschämten Komiker und einen umstrittenen Staatschef gerade gar nicht. Da versucht der Komiker unter dem Deckmäntelchen „dududu, das alles darfst du nicht sagen“ aufzuführen, wo die Grenze der medialen Unverschämtheit ist. Und dann wundert er sich, dass sich die Zielperson wehrt? Würden Böhmermann (oder wir) eigentlich genauso gelassen reagieren, wenn (uns) Sodomie und Kindesmissbrauch unterstellt wird?

Ach, ich vergaß, das war ja Satire. Oder Kunst. Oder Beides. Und Pressefreiheit haben wir ja auch noch. Zur Not zitieren wir halt alle drei. Eines wird schon passen. Denn einig ist sich Deutschlands Vaterland. DAS gönnen wir dem Erdogan. Auf einmal mutiert ein ganzes Land zu den Kennern der Grundrechte. Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit. Und wehe, man fragt nach den Grenzen dieser Rechte. Dann ist man sofort der Türkenfreund oder Pressefreiheitsfeind, Kunstbanause und  verklemmt. Oder alles.

Was geht hier bloß ab? Wo ist die Menschlichkeit? Wo ist die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen? Wo ist die ernst gemeinte Frage der Grenzen? Wer hat sich wirklich mal Böhmermanns Sendung angeschaut und den vollständigen Wortlaut seiner „Schmähkritik“ gelesen? Ich habe es. Und ich bin entsetzt. Und ich hoffe, ihm wird dafür die Grenze aufgezeigt. Denn Satire und Kunst haben ihre Grenzen. Dort, wo die Ehre des anderen verletzt wird. Und es würde mich brennend interessieren, wer sich so betiteln lassen würde und das auch noch lustig findet:

Sackdoof, feige und verklemmt … Gelöt stinkt schlimm nach Döner … Er ist der Mann, der Mädchen schlägt … Am liebsten mag er Ziegen ficken … Kinderpornos schauen … Fellatio mit hundert Schafen … die dumme Sau hat Schrumpelklöten … dieser Mann ist schwul, pervers, verlaust und zoophil – Recep Fritzl Priklopil … Star auf jeder Gangbang-Feier.

Hat er alles nicht so gemeint? War ja nur exemplarisch dafür, was man nicht sagen darf? Ja, nee, is klar. Dann möge mal jemand hier rufen, der vor diesen Zeilen ohne mit der Wimper zu zucken seinen Namen lesen mag. Öffentliche Personen müssen das abkönnen? Nein, sie müssen ein gesteigertes Interesse an ihrer Person ertragen. Aber sie haben mit ihrem Amt nicht automatisch ihre Würde und Ehre abgegeben.

Auch wenn ich mit meiner Meinung ganz alleine dastehe, mir egal – ich hoffe, Jan Böhmermann wird der Prozess gemacht, damit ein für allemal klar ist, wo Kunst und Satire aufhört und Beleidigung anfängt.

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GedankenGlut: Positive Umprogrammierung

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Bombenkrieg in Syrien. Flugzeugabschuss über der Türkei. 650 deutsche Soldaten nach Mali. Iraner nähen sich die Münder zu. Hungerstreik. Belgien in Terrorangst. Paris in Trauer. Deutsche Weihnachtsmärkte als Anschlagsziele. Flüchtlingschaos. IS-Terror. Scheiternde Diplomatie. Flächendeckende Überwachung. Angst. Schrecken. Krieg. Korruption. Hass. Selbst die drohenden Schneeflöckchen des nahenden Winters werden als Schreckensmeldung verlesen …

Nachrichten. Täglich. Rund um die Uhr. Ob als Newsticker auf dem Handy. Im Viertelstundentakt auf den Nachrichtensendern oder halbstündlich auf allen möglichen Kanälen. Globaler Wahnsinn in Perfektion. Es gibt keine guten Neuigkeiten mehr. Oder?

Mein Limit ist überschritten. Ich kann nicht mehr und ich will auch nicht mehr. Die Fülle an Schlechtigkeiten überfordert mich. Aber was mich viel mehr erschreckt – ich fange an abzustumpfen. Früher verfolgte ich aufmerksam Nachrichten. Heute laufen sie nebenbei und ich weiß schon Minuten später nicht mal mehr, was gesagt wurde. Oder ist es Selbstschutz? Schutz davor, das eigene Limit nicht zu überschreiten. Was passiert dann? Werde ich taub und blind für das Leid der Welt?

Ich möchte viel lieber Glück und Hoffnung sehen. Schon diese kleine Frage zum Frühstück löste heute Erstaunen aus: Was wird an diesem Tag gut? Der kleine Schlumpf schaut mich an, als wäre ich deppert. Nichts wird gut, er muss schließlich in die Schule. Und doch kitzle ich weiter, bis er kleine Highlights des Tages findet. Und ich auch. Am Abend werten wir diese aus. Positive Umprogrammierung nenne ich dieses Experiment. Wenn man das Große und Ganze nicht mehr erfassen kann, geht man zurück zum Kleinen und Winzigen. Schaut dort, was gut tut, was richtig ist, was das Herz erfreut.

Ich glaube, das muss nicht blind für das Leid der Welt machen. Aber zumindest sehend für die Freuden im Alltag. Ich werde die Welt nicht ändern, aber ich kann mich ändern und Einfluss darauf nehmen, dass es zumindest meinem Umfeld gut geht. Denn wie durfte ich gerade so schön erfahren: Die gleiche Energie, die ich drauf verwende, traurig, und missmutig zu sein, kann ich auch darauf verwenden, fröhlich zu sein. Ich geb mein Bestes. Und hoffe, dass das vielleicht sogar mal im ganz Großen möglich ist. Damit sie wieder scheint, die

Sonne im Herzen

GedankenGlut: SchwarmDummheit

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Wir haben einen neuen Sündenbock! Heureka! Menschen (obwohl, sind Asylanten eigentlich Menschen?) klauen unsere Wohnungen, unsere Arbeit, die Sitzplätze unserer Kinder in der Schule, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, vergreifen sich an unseren schönen blonden Frauen, sie plündern die Sozialkassen und die ganz Bösen kaufen sich einen weißen Transporter, fahren damit übers platte Land und räubern ganze Landstriche leer. Endlich wird das Sommerloch gefüllt, vor allem in den sozialen Medien. Facebook-Trolle, RTL-2-Informierte und sonstige DesInformierensNichtMächtige verteilen großzügig ihre Weisheiten im Orbit.

Man wird ja wohl noch seine Meinung sagen dürfen?! Ja klar darf man seine Meinung sagen! Und ich darf das auch: 12 Millionen Menschen (oder nennt es historisch korrekt Umsiedler) flüchteten 1945 nach dem Krieg und wurden in Deutschland aufgenommen, unter deutlich schlechteren Bedingungen folgte danach sogar das Wirtschaftswunder. 16 Millionen DDR-Bürger waren einst Wirtschaftsflüchtlinge, sie kamen aus einem maroden und wirtschaftlich am Boden liegenden System. Milliarden wurden in den Aufschwung Ost gepumpt. Und ich frage mich, wie viele Zonenkinder wären über die Mauer gehopst, wenn es keinen Stacheldraht mit Selbstschussanlagen gegeben hätte? Es ist menschlich, dass der Mensch dort hin geht, wo es ihm besser gehen könnte.

Warum sollte ein syrischer Familienvater mit seiner Familie in einer zerbombten Stadt bleiben? In einer Stadt, in der seine kleinen Kinder Tote auf den Straßen liegen sehen, schreckliche Gewalt erleben mussten? Was würden Sie denn tun, alles verhökern, alles auf eine Karte setzen, ein Köfferchen packen, die Prepaidkarte aufladen, um nachzufragen, ob ihre Eltern noch leben? Vermutlich.

Ach, die armen Syrer dürfen kommen? Das sind ja keine Scheinasylanten und Wirtschaftsflüchtlinge. Aber sie sollen sich bitte ganz schnell integrieren, niedere Arbeiten verrichten, schnell deutsch lernen. Selbstverständlich, kein Problem in Containerdörfern und Zeltlagern am Rande der Stadt, wo sich die Krätze ausbreitet, wo Ärzte ehrenamtlich Doppelschichten schieben und Leute gesucht werden, die in ihrer Freizeit mal eben ein bisschen deutsch unterrichten. Ok, die Syrer dürfen bleiben, aber wir verschließen mal lieber die Augen, so viel Elend kann man ja nicht sehen. ABER, aber dieser ganze Südosten Europas, der zu uns strömt. Die sollen alle raus, sofort, ohne zu fackeln (kommen aus dem Wortstamm nicht irgendwie auch die Fackelumzüge?).

Wer im Land weiß denn etwas übers Asylrecht? Wer weiß schon, dass im ersten Quartal 65% der Bewerber abgelehnt wurden? Wer weiß schon, was es heißt, aus einem sicheren Drittland zu kommen? Man kann nicht einfach Sozialschmarotzer (sorry, ich bin grad angepiept) des Landes verweisen! Denn ein Promille von ihnen hat das Recht auf Asyl. Einige von ihnen erfüllen nun mal die strengen Kriterien, die ihn zum hierbleiben berechtigen. Es ist ist unsere verdammte, grundrechtlich verankerte Pflicht der Menschlichkeit, dies zu prüfen und sicherzustellen, dass NIEMAND, dem Verfolgung, Misshandlung oder Totschlag droht, in sein Herkunftsland abgeschoben wird. Was würden Sie denn machen, wenn Sie in der Einöde Südwesteuropas leben würden? Ohne Geld, ohne einem ordentlichen Dach überm Kopf, mit schlechter Bildung, einer korrupten Regierung. Ich verstehe jeden einzelnen Menschen, der sich zu Fuß auf den Weg macht, ins vermeintlich gelobte Land.

Manche sind so verzweifelt, dass sie übers Mittelmeer auf Brettern schippern, die den Namen Boot nicht mal verdienen. Alles, aber auch alles geben sie dafür auf. Zahlen horrende Summen, setzen ihr Leben aufs Spiel. Und das alles nur, damit sie hier mit ihrem teuren Smartphone und dem Taschengeld uns auf der Tasche liegen.

Es sind nicht die Menschen, die fliehen, die unser Problem sind. Es sind Staaten wie Syrien, Eritrea, Afghanistan, Somalia und Sudan, in denen es gelinde gesagt klemmt. Und wer hat die Konflikte in diesen Ländern verursacht? Wer liefert die Waffen zu den Kriegen? Ich empfehle da mal einen Blick in die Geschichtsbücher …

Aber die können doch nicht alle zu uns kommen?! Tun sie auch nicht, die Mehrheit, fast 6,5 Millionen, von ihnen leben in der Türkei, Pakistan, Libanon, Iran, Äthiopien und Jordanien. In Ländern, die bei weitem nicht so leistungsstark sind wie wir.

800.000 werden es wohl in diesem Jahr sein. 2/3 können mit einer Anerkennung rechnen. Das Boot ist voll?! Ja, in Metropolen ist das Boot tatsächlich überladen. Aber es gibt ganze Regionen im Land, die veröden. Könnte eine mit Verstand gesteuerte Verteilung nicht eine Chance sein? Über 40.000 Menschen haben allein in München Asyl beantragt. Ich erinnere mich daran, wie aussichtslos es als Gutverdiener war, in der Stadt eine bezahlbare Wohnung zu finden, von einem Kindergartenplatz mal ganz zu schweigen.

Gefragt sind hier nicht mehr die Freiwilligen, die sich den Allerwertesten aufreißen. Es bringt auch überhaupt nichts, wenn Oberbürgermeister, Landräte oder Minister mal Hilflosigkeit bekunden und dann in den alten Trott der berühmenten drei Affen verfallen. Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen … das funktioniert doch nicht mehr. Wie kann eines der reichsten Länder in Schockstarre verfallen und sich darauf verlassen, dass es sich irgendwie regelt. Nichts wird sich von alleine regeln. Unser Reichtum und Wohlstand ist das Gegengewicht zur Armut in der Dritten Welt. Und die Suppe werden wir nun auslöffeln müssen.

Verantwortlich dafür sind aber nicht DIE Asylanten. Verantwortlich dafür sind diejenigen, die Kriege in der Dritten Welt unterstützen, die Krisenregionen wie Syrien ignorieren, weil es dort kein Öl wie einst in Kuwait gibt. Wie feige, schwarmdumm und kurzsichtig sind Menschen, die ihre Wut an denen auslassen, die ihr nacktes Leben gerettet haben? Schickt eure verdammte Wut an die, die diese Misere zu verantworten haben und nicht an die, die versuchen, Menschen in Not zu helfen! Wo ist das Volk geblieben, welches für Freiheit und Menschlichkeit einst auf die Straße ging? Wo sind die Menschen geblieben, die Friedensgebete jeden Montag in den Kirchen des Landes gen Himmel schickten? Ich habe Angst! Angst vor Menschen, die mir wieder aufs Auto spucken oder schlimmeres tun, weil ich meine Meinung schreibe. Angst vor ansteckender Schwarmdummheit. Angst vor Panikverbreitern, die sich daran ergötzen, wenn ein weißer Transporter mit rumänischem Kennzeichen tausendfach geteilt wird. Wie kann es sein, dass sich sogar hochintelligente, überaus gebildete Menschen der Schwarmdummheit anschließen und nicht mehr in der Lage sind, mal einen Schritt zurückzutreten? Warum fragt keiner mehr warum? „Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht …“

 

GedankenGlut: Eine Ohrfeige hat noch keinem Kind geschadet!

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Es ist kurz nach Mitternacht. Ich bin sauer, wütend, aufgebracht. Stöberte online in diversen Zeitungen und landete bei der Süddeutschen. „Amtlich genehmigte Watschn“ lautet die Überschrift. Ich konnte nicht umhin, ihn zu lesen. Wohlwissend, dass dies die livianistische Gelassenheit auf eine schwere Probe stellen wird. Denn in der Schweiz sind Ohrfeigen erlaubt. Jedes zweite Kind im Alter von einem bis vier Jahren wird in der Schweiz körperlich bestraft. Aber es kam noch schlimmer. Ich musste mir noch die Kommentare auf Facebook antun. Antworten. Und geriet in Fahrt. Wenn ich schon diesen Dauerspruch „mir hat eine Ohrfeige auch nicht geschadet“ lese, bekomme ich Blutdruck mit Hyperventilation. Ja klar hat es euch geschadet – sonst würdet ihr doch solchen pädagogischen Schwachsinn nicht posten?!

Eine Ohrfeige richtet offensichtlich langanhaltenden Schaden an, anders lässt sich so ein Spruch nicht erklären. Natürlich schadet jeder Schlag einem Kind. Er vernichtet Urvertrauen. Zeigt ihm, dass es richtig ist, sich mit Gewalt durchzusetzen. Diese Gewalt gibt das Kind im Kindergarten, der Schule, als Erwachsener weiter. Denn die Ohrfeige schadet ja niemandem … Wie hilflos muss ein Mensch sein, wenn er es nicht schafft, sich gewaltlos gegenüber Schwächeren zu behaupten? Erst schlagen sie ihre Kinder und dann sind sie erbost, wenn diese sich auch gegen Gleichaltrige mit Gewalt durchsetzen. Schon mal über die eigene Vorbildfunktion nachgedacht? Eine Ohrfeige ist immer die Hilflosigkeit eines Stärkeren und ich wünsche allen Eltern, Lehrern und Nichtdenkern, die jemals zuschlagen, dass sie diesen Schlag eines Tages mal zurückbekommen, von ihrem später erwachsenen Opfer. Damit sie wissen, was sie ihm angetan haben. Hah, Schreiberling ist ja selber nicht besser?! Doch, wer auch nur ein klitzekleines Bisserl Verstand im Kopf hat, versteht, wie absurd das ist. Natürlich wünsche ich das niemandem!

JEDER Mensch hat ein Recht auf gewaltfreie Kommunikation. Warum sollten wir die Maßstäbe, die wir als Erwachsene ansetzen, bei unseren Kindern aushebeln? Wie schwach und hilflos müssen Erwachsene sein, dass sie sich an Kindern derart vergreifen? Wahre Stärke zeigt sich darin, dass man mit Worten der Überzeugung überlegen ist. Aber das ist natürlich viel anspruchsvoller und nicht jedem gegeben. Dafür nehmen wir in Kauf, Menschen ins Leben zu schicken, die lernen, wie es ist, als Unterlegener körperlich erniedrigt zu werden. Das geben sie eines Tages weiter, an ihre Kinder und behaupten dabei: „mir hat die Watschn auch nicht geschadet“ – doch hat sie und Generationen danach ebenfalls. Das macht nicht jeder, aber bereits das Verharmlosen einer Ohrfeige ist für mich ein Zeichen der Verrohung.

Ach ja – was auf die Ohrfeige zutrifft, gilt auch für Anschreien und Dauergemotze. Zu köstlich amüsierte ich mich heute über eine Mutter im Supermarkt, die ihr Kind anbrüllte, dass es nicht brüllen soll. Schade, dass der Zwerg noch nicht stark genug war zu sagen: „Mama, ich spiegel dich doch nur. Du bist mein Vorbild, was du mir vorlebst, nehme ich mir zu Herzen So wie du möchte ich auch mal werden!“

Uff, ich versuche es jetzt mal mit schlafen. Das musste raus!

Guuds Nächdle, vor allem in die Schweiz!

GedankenGlut: Narzissten oder Eltern?

Ich muss heute echt mal Dampf ablassen! Ich tob ja in diversen Gruppen und Foren herum, in denen sich Dutzende stolzer Eltern tummeln. Aber das, was die dort zum Teil präsentieren, lässt mich mitunter nur schwer an mich halten:

Stellt euch vor, Mutti klebte einst liebevoll euer Fotoalbum zusammen. Lauter niedliche Schnappschüsse. Einige zum Fremdschämen waren auch dabei. Wisst ihr noch, wie unangenehm es war, wenn Tante Hedwig-Erna und Onkel Franz-Gustav unsere Peinlichkeiten beim Kaffeeklatsch auf der Couch kommentierten? Schon damals hatten wir als Kinder unsere Schamgrenzen und konnten die bei dieser Gelegenheit auch klarstellen. Im Idealfall hat Mama dann das Buch zugeklappt, über den Schopf gestreichelt und getröstet: „Ist ja schon gut!“

Und heute? Nichts ist gut! Diese verdammte Facebook ist ein Sammelsurium von Kinderbildern. Eis-vollgeschmierte Münder, tiefe Einblicke ins schiefe Kindergebiss, sabbernde Kleinkinder mit den Liebesbekundungen ihrer stolzen Eltern als Kommentar. Steigerungsfähig durchaus mit Planschbecken-Nacktbildern. Nicht selten weltweit öffentlich einsehbar.

Geht’s noch?!

Haben Kinder etwa kein Recht am Bild?! Oh doch, das haben sie. Und die Eltern (was übrigens bedeutet Mutter + Vater!) haben die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, dieses Recht der Kinder am eigenen Bild mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, zu verteidigen. Was wäre, wenn euer Kind bei einer Veranstaltung abgelichtet würde und dann weltweit in der Zeitung zu sehen wäre? Möglichst mit verschmiertem Mund und klebrigen Fingerchen? Der Aufschrei wäre groß. Aber nichts anderes zelebrieren Abertausende Eltern täglich auf sozialen Medien.

Ja, jeder von uns hat das mit Sicherheit zuckerniedlichste Kind der Welt. Zum Knutschen sind sie. Aber wer sein Kind wirklich liebt, der achtet auch dessen Privatsphäre und stellt Bilder weder öffentlich noch privat ins Netz. Viele von uns haben nicht nur „wahre“ Freunde, sondern auch unzählige Bekanntschaften, die man gerade mal online beim Namen kennt, sofern es überhaupt der richtige Name ist. Wer weiß das schon.

Und all diesen Menschen zeigen wir die Fotos unserer Kinder? Riskieren, dass die Bilder heruntergeladen und missbräuchlich verwendet werden? Ist das die Eltern-Liebe, die diejenigen öffentlich präsentieren wollen? Mal ehrlich – das hat nichts mit Liebe, sondern mit Narzissmus und Rücksichtslosigkeit vom Feinsten zu tun.

Und sorry, liebe Freunde, die sich nun auf den Schlips getreten fühlen. Das musste mal raus. Weil mir Kinder am Herzen liegen. Und ihr Recht am eigenen Bild. So, wie ihr euer Fotoalbum aus Kindertagen auch nur einem auserwählten Kreis zeigen wollt. Und das sicher nicht zum wilden Kopieren freigeben würdet.

Ausatmen. Für Sonne im Herzen!

GedankenGlut: Latenter Rassismus

Überall fehlt es an Geld. Die Erzieher fühlen sich unterbezahlt. Die Lokführer streiken für mehr Lohn. Marode Brücken wollen saniert werden. Der Zustand der Straßen erinnert eher an einen Flickenteppich… Milliarden von Euro müssten investiert werden um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Natürlich haben wir dieses Geld nicht. Aber wir haben einen Sündenbock. Wie wunderbar: Die Ausländer, ein wenig korrekter ausgedrückt: die Asylanten!

Heute früh schoss ein Artikel in der TA den Vogel ab: Die Erfurter Ortsbürgermeisterin fordert Abfallbehälter und Toiletten gegen „ekelhafte Zustände“ in Erfurts größtem Gewerbegebiet. LKW-Fahrer, die dort verweilen, hinterlassen dort ihre „Andenken“. Auf Facebook wurde sofort ein Lösungsansatz präsentiert: Man solle doch das Geld lieber in eigene Bedürfnisse, statt in die Asylbewerber investieren.

Merken diese Polemiker eigentlich, dass sie sich auf die Spuren der 1930er Jahre begeben? Da waren es die Juden, die für alle Sünden herhalten mussten. Latenter Hass baute sich auf, der soweit führte, dass Millionen Menschen umgebracht wurden! Zu weit hergeholt? Ich weiß es nicht, aber ich bin entsetzt, wie offen und ungeniert Ausländerfeindlichkeit bis hin zum Rassismus wieder Platz in unserer Sprache und damit auch in unserem Denken und Handeln Platz findet.

Das Boot Deutschland ist voll? Fachkräftemangel, ein Überangebot an Ausbildungsstellen, Pflegenotstand und die Demographie sprechen da aber eine ganz andere Sprache! Wer mal ein volles Boot sehen will, sollte sich die Fotos von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer ansehen. Oder die Flüchtlingslager rund um die Krisenherde der Welt. Oder Zahlen wie: Auf 1000 Libanesen kommen 257 Flüchtlinge im Land (in Deutschland sind es 2!). Quelle

Dafür können wir uns aber diese Asylanten nicht leisten, Ausländer kosten uns zuviel Geld, wir müssen uns erst mal um unsere eigenen Probleme kümmern?! 2012 zahlte jeder in Deutschland lebende Ausländer durchschnittlich 3300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben als er an staatlichen Leistungen erhielt. Insgesamt sorgten die 6,6 Millionen Menschen ohne deutschen Pass so für ein Plus von 22 Milliarden Euro. Quelle

Wir hätten offensichtlich eher ein Problem, wenn wir unter uns blieben. Natürlich gibt es kriminelle Zugereiste. Es gibt aber auch kriminelle Deutsche. Natürlich können wir erwarten, dass sich Gäste hier benehmen, das gilt aber auch für uns, hier und anderswo …

Mich entsetzt der tiefsitzende, latente Rassismus in den Köpfen. Menschen werden bereits wegen ihrer Herkunft in Schubladen gesteckt: DIE Russen, DIE Türken. Warum? Was maßen wir uns an? In fast 200 Ländern dieser Welt sind auch wir Ausländer. Sind wir was besseres, weil uns das Schicksal zufällig auf deutschen Boden auf die Erde purzeln ließ? Kamen wir nicht alle als zuckersüße kleine Babys irgendwann und irgendwo mal auf die Welt?

Wir können nichts für den Ort unserer Geburt. Wir können auch nichts für unsere Erziehung, für das System, in das wir geboren wurden. Wir sind doch einfach nur Menschen, die das gleiche Bedürfnis haben: Nach einem Leben in Frieden und Sicherheit. Chancen zu geben wird diesen Frieden stiften. Misstrauen bewirkt eher das Gegenteil.

Je mehr Menschen die Chance erhalten, einen Fuß ins Leben zu bekommen, zu arbeiten, sich weiterzubilden, sich zu integrieren, umso besser wird es uns gehen. Gerade mal 1 Prozent der Weltbevölkerung ist deutsch, also nehmen wir uns mal nicht so wichtig, oder?

Sonne im Herzen!

GedankenGlut: Die drei Affen

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Lange, verdammt lange ist es her, dass ich begeisterte Bloggerin war. Jede Woche flogen die Finger über die Tastatur, mal mehr, mal weniger motiviert, aber die flogen mit sicherer Regelmäßigkeit. Und nun? Die Zeiten scheinen vorbei. Gründe? Ausreden? Die Motivation fehlt. Die Lust an der Offenbarung scheint verloren gegangen. Das ist weniger im biblischen Sinne gemeint, eher in meinem Sinne. Ich hocke mal wieder im livianistischen Schneckenhaus und übe die Kunst der drei berühmten Affen, die nichts sehen, nichts hören und schon gar nichts sagen wollen.

So fühle ich mich gerade. Überfordert von dem, was ich sehe und höre, mag ich am liebsten auch gar nichts mehr sagen. Ich lese keine Zeitung, höre keine Nachrichten, ignoriere alle möglichen und unmöglichen Meldungen der sozialen Netzwerke. Darf man das? Vor allem – darf man das als Journalistin? Hat nicht gerade meine Zunft derzeit die Verpflichtung, umfassend informiert zu sein, sich einzumischen, Meinungsvielfalt zu streuen, Diskussionen anzuregen? Pegida, der Terror in Frankreich, Lügenpresse … derzeit liegen die Themen nun wirklich direkt vor der Nase. Überall. Im Netz. Am Zeitungskiosk. Facebook-Freunde überschlagen sich förmlich mit neuen Statements. Posten ihre Meinung in die große weite Welt. Versinken in stundenlange Diskussionen. Regen sich unheimlich auf und kaum wieder ab. Aber wofür das alles? Nur der kurze Versuch, mich zu beteiligen, zeigte mir, das ist nichts für mich! Es geht mir nicht gut damit. Ich verändere nichts, aber auch rein gar nichts. Ich schwinge nur die Tasten. Helfe nichts. Schaffe nichts. Vergeude meine Zeit. Zeit, die ich lieber den Menschen widme, die mir am Herzen liegen. Meiner Familie, meinen Freunden. Ich habe für mich verstanden: Ich muss mich nicht einmischen. Ich kann mich auch guten Gewissens dem widmen, was mir wirklich wichtig ist.

Und als ich mich mal genauer mit den drei Affen beschäftigte, stellte ich fest, dass die in Japan symbolisch für einen Bestandteil der Lehre des buddhistischen Gottes Vadjra stehen: Sie haben ihren Ursprung in einem japanischen Sprichwort und stehen dort für den vorbildlichen Umgang mit Schlechtem – man soll nichts Böses sehen, nichts Böses sagen und nichts Böses hören. Das tue ich weiter, nur ohne schlechtes Gewissen. Weil es gut ist! Und weil es nicht bedeutet, dass man resigniert.

Dennoch hocke ich nun in der Zwickmühle: Als Privatperson neige ich dazu, nichts Böses sehen, hören und sagen zu wollen; als Journalistin fühle ich mich verpflichtet, Stellung zu beziehen. Ob und wie ich das lösen werde, ist momentan offen.

Sonne im Herzen!

GedankenGlut: Absolute Mehrheit für Thüringen

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Wer die Wahl hat, hat die Qual. Weil es am kommenden Wahlsonntag wohl aber keine Qual ist, gehen wieder mal zu wenige zur Wahl.

Die Prognose-Spatzen pfeifen es von der Dächern. Es wird eine haushohe Mehrheit geben. Vermutlich eine absolute Mehrheit.

Es könnte in Thüringen eine „Partei“ gewinnen, die sich nicht mit Koalitionen, Blockierern, komischen Farben wie rot, grün oder schwarz rumärgern müsste. Kunterbunt wäre diese Partei. Sie würde mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung vertreten. Das ist ja fast ein postsozialistischer Traum. Oder urbayrische Tradition. Auch wir in Thüringen könnten das schaffen und wir werden es schaffen.

Die Mehrheit der Wähler ist Nichtwähler. Sie stellen das größte politische Potential. Was für eine geballte Willenskraft, die sich dadurch ausdrückt, dass sie ihren politische Willensaussage verweigert.

Was muss denn noch passieren, dass diese Mehrheit versteht, dass Wahlrecht nicht heißt, nicht wählen zu gehen. Genau 25 Jahre ist es her, da gingen Tausende und Abertausende auf die Straße. Für gleiche, geheime und freie Wahlen. Begehrten auf gegen die Ungerechtigkeiten des untergehenden sozialistischen Systems.

Und heute? Europa schmiedet geheime Pläne mit den USA. Deutschland presst unfassbar hohe Steuern aus seinen Bürgern. Wehrt sich nicht gegen das großzügige Abhören durch Alliierte. Wir schauen zu, wie die Diäten steigen und steigen und wir dank kalter Progression mehr verdienen und weniger bekommen … unendlich lang könnte die Liste der Aufreger werden. Und doch juckt es anscheinend nicht. Die Qual ist noch nicht groß genug. So dass Resignation und Ignoranz die Lösung scheint?

Dabei haben wir die Macht – Nichtwähler sind die größte Mehrheit dieses Landes und wenn sich das ändert, wird sich auch im Land etwas ändern.

Sonne im Herzen und Mut zum Aufbegehren wünscht

Livia

GedankenGlut: Verführung pur

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Schon mal was von Nigel Slater gehört? Nein? Wie bedauerlich! Einerseits ist er nämlich eine lukrative Geldanlage mit beachtlicher Rendite und andererseits kulinarisch genial. Zu Ersterem komme ich später.

Mein Erstkontakt dürfte etwas mehr als ein Jahr her sein. Da kochte Nigel Slater auf meinem neuentdeckten Kochsender Bon Gusto. Der Sender macht süchtig. Rund um die Uhr kredenzen, backen und brutzeln Köche aus aller Welt via Flimmerkiste. Auf Dauer ging das nicht gut. Er konterkarierte meine Pläne, dem eigenen Hüftgold Herr zu werden. Und so schränkte ich meinen kulinarischen TV-Konsum ein. Ein dauerhungrig-knurrender Magen ist nämlich die schlechteste Motivation zum Abnehmen. Nun erreichte ich mein erstes Etappenziel und es wurde Zeit für eine Belohnung. Beim Buchhändler meines Vertrauens entdeckte ich das Objekt der Begierde – „Das Küchentagebuch“ von Nigel Slater. Quasi druckfrisch. Gerade einmal zwei Wochen auf dem Markt und sagenhaft unverschämte 39,99 Euro. So lange suchte ich schon nach genau diesem Buch, das bisher nur auf Englisch erschien.

Die halbe Welt stürzte sich bisher auf Jamie Oliver, Tim Mälzer, Alfons Schuhbeck, Johann Lafer und Co.. Und so vergaßen die großen Verleger ein ganz besonderes Kochschnuckelchen: Nigel Slater. Jamie Oliver sagte über ihn: „Nigel ist ein gottverdammtes Genie.“ Und ja, das ist er. Bescheiden. Ohne Aufhebens um seine Person. Sein Einstieg: „“Ich koche. Das tue ich an so ziemlich jedem Tag meines Lebens, seit meiner Teenagerzeit. Nichts Protziges oder Auffälliges, nur ehrliche, alltägliche Sachen. Die Art von Essen, für die man nach einem arbeitsreichen Tag gerne nach Hause kommt. Ein paar Wochenendrezepte, ein bisschen Kuchen und Backvergnügen, vereinzelte Einmachgläser und Schlemmereien für Festtage. Aber im Allgemeinen bloß schlichte, unaufdringliche Rezepte, eher zum Austauschen als zum ehrfürchtigen Bestaunen“. Und doch schaue ich fast mit Ehrfurcht auf seine Rezepte, so genial wie einfach. Über Jahre kritzelte Slater Einkaufslisten in Notizbücher. Aus diesem schlampigen Sammelsurium entstand sein Küchentagebuch. Gespickt mit Details. In einer Sprache, die dank liebevoller Übersetzung durch Sofia Blind, unglaublich ehrlich, authentisch und genussvoll zu lesen ist. Für Slater sind seine eigenen Rezepte nur Anregung. Der Leser darf die mit der eigenen Kochkunst ergänzen. „Wir sollten nie vergessen, dass wir nur etwas zu essen machen. Und trotzdem kann es auch so viel mehr sein. So sehr viel mehr“, schreibt Slater einleitend und verführt dazu, durch 250 Rezepte zu blättern. In seine fast einfache, kulinarische Welt zu versinken. Eine Welt saisonaler Kochkunst, mit praktischen Tipps für den Einkauf, den eigenen Garten und für die Resteverwertung … Hach, mir fehlen nun fast die Worte, denn eigentlich würde ich hier und jetzt lieber überlegen, welche seiner Anregungen ich am Wochenende als Erstes umsetze: Lamm mit Zitronen-Harissa klingt verführerisch oder die Pancetta-Bohnen-Suppe, zum Nachtisch vielleicht ein Herbstpudding mit Pflaumen und Waldfrüchten …

Glücklich halte ich meinen neuen Leseschatz in den Händen, erworben beim Buchhändler um die Ecke. Wen es gelüstet, hier die Bestelldaten: Nigel Slater, „Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr“, ISBN-10: 3832194770, ISBN-13: 978-3832194772. Und wer bei knapp 40 Euro zuckt, dem kann ich Hoffnung auf satte Rendite machen: „Einfach gut essen“ von Nigel Slater ergatterte ich für ein paar Euro und könnte dieses heute antiquarisch für über 100 Euro verkaufen. ICH rücke mein Exemplar allerdings nicht raus.

Sonne im Herzen und kulinarische Wonne im Magen!

Livia

Trinkwasser statt Eiswürfel

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Seit Wochen rollt eine EiswasserWelle um den Globus. Tausende begossene Pudel grinsen mehr oder weniger eingenässt in die Kamera, nachdem sie sich einen Eimer Eiswürfel über die Köpfe kippten.

„In Europa schütten sich alle Wasser über den Kopf. Hier in Kurdistan verdursten die Flüchtlinge bei über 40 Grad. Wenn möglich bitte ich euch alle um eine Sonderaktion. Eine Ladung Wasser, das sind 250 Karton a 60 Becher mit 0,2 Litern, kostet 450 € …“  Diese Zeilen erreichten mich aus Kurdistan, geschrieben von Gunter Völker. Einem gebürtigen Tabarzer, der den Deutschen Hof in Erbil leitet. Dort nicht „nur“ arbeitet, sondern auch unterstützt. „Hilfe bedeutet, nicht den Fisch zu reichen, sondern die Angel“, meint er dazu.

Doch nun ist wahrlich Not im Norden Iraks. Abertausende Flüchtlinge flüchten vor der IS. Bei über 40 Grad tagelang durch die Berge. Kinder verdursten und verhungern. Zerrissene Familien kommen völlig geschwächt und dehydriert in Erbil an. Zwei Lastwagenladungen Wasser mit je 3000 Litern Wasser hat Gunter Völker bereits organisiert. Und nun bittet er direkt um Hilfe: „Vielleicht könnt Ihr euch aufraffen zu helfen. Wenn jeder etwas dazu beiträgt, dann können wir Leben retten. Ich würde euch nicht fragen, wenn es nicht wirklich ganz wichtig wäre. Wer bereit ist zu helfen den bitte ich, uns eure Unterstützung zukommen zu lassen.“

Heute wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit ein Spendenkonto eingerichtet werden kann:

Commerzbank Gera

Deutscher Hof International

Wasser fuer Kurdistan / Name des Spenders

DE21 8304 0000 0205 7032 00

Bitte, unterstützt Gunter Völker mit einer Spende. Er garantiert, dass jeder Euro ankommt, dokumentiert jede Ladung und gewährt Transparenz: „Ich habe hier für jede Flasche Wasser ein Beleg und lasse mir auf der Rechnung auch den Empfang durch das Flüchtlingscamp bestätigen“.

Ich starte mit 50 Euro. Das reicht aktuell für 333 Liter Trinkwasser. Die Preise schwanken allerdings täglich.

Trinkwassser statt Eiswürfel!

Hilfe, die direkt ankommt.